Rückblick 1984 – 1994

Die 80-er Jahre waren vorwiegend verbunden mit zahlreichen Auftritten und Sonntagskonzerten im Lützer Kurgarten. „Spötter“ bekundeten damals, die Musiker würden mehr Stunden in Lütz als zu Hause bei ihren Familien verbringen.

Vom 25. – 28.Mai 1984 feierte der Verein sein 20-jähriges Jubiläum. Gleichzeitig wurde bei diesem Fest erneut die Ausrichtung des Kreismusikfestes Cochem-Zell übernommen. Der MV zählte zu dieser Zeit 27 aktive Musiker und erfreute sich an der stolzen Zahl von 17 Auszubildenden.

1. Vorsitzender war Heinz Zilles, Dirigent Otto Lang.

Vom 1. – 4. Mai 1986 unternahmen die Hunsrückmusikanten wieder einen Ausflug.
Diesmal ging es nach Grassau am Chiemsee. Unvergessen bleibt der tolle Hüttenabend mit anschließendem waghalsigem Abstieg hinunter ins Tal. Von dieser Tour wird heute noch gerne unter Lachkrämpfen erzählt.

Am 25.05.1986 stand die Teilnahme am Rheinland-Pfalz-Tag in Worms an. Unter größten körperlichen Strapazen – es war an diesem Sonntag höllisch heiß – marschierten die aktiven Vereinsmitglieder im großen Festumzug mit, der live im Fernsehen übertragen wurde. Auch waren zwei tolle Motivwagen aus dem Lieger Erntedankfestzug dabei, der Backhauswagen und der Wagen der Lieger Bauernmühle.

1989 war dann ein Jahr mit vielen Ereignissen. Es stand wieder einen Ausflug auf der Tagesordnung. Ja, die Musikanten verreisen sehr gerne! Diesmal war das Ziel Überlingen am Bodensee, wo 3 herrliche Tage abseits vom Alltag gestaltet wurden. (Anm.: Die vielfach besungene Fischerin war aber an diesem Wochenende leider nicht zu Hause!)

Im September feierte der Verein seinen 25. Geburtstag mit einem großen Heimatfest auf der Wiese hinter der Post. Hier ist besonders der Auftritt des Hunsrücker Heimatsängers Heini Wahl in Erinnerung, aber auch das Wiedersehen mit vielen ehemaligen Lieger Bürgern, die damals in ihre alte Heimat eingeladen worden waren.

Ebenfalls in diesem Jahr wurde die Musik ein wenig umgestellt. Der Musikverein trat ab sofort mit Gesangsduo auf, so dass man einen abendfüllenden Auftritt mit Moderation, Stimmung und Unterhaltung gestalten konnte. Die neuen „Sterne am Gesangshimmel“ hießen Heinz Zilles und Gerhard Schneider, bis zu dessen Ausscheiden als aktiver Musiker. Ab dann übernahm Thomas Theisen die Rolle des zweiten Sängers. So sind die Hunsrückmusikanten auch heute noch in der glücklichen Lage das Publikum nicht nur mit reiner Blasmusik zu unterhalten.

1989 kandidierte Heinz Zilles nicht mehr für das Amt des 1.Vorsitzenden. Der 2.Vorsitzende Ewald Friedrich übernahm das Amt für ein Jahr kommissarisch, ehe Heinz Friedrich für ein Jahr den Vorsitz inne hatte. Gleichzeitig wurde der Vorstand um 2 Vertreterposten erweitert, um auch hier die große Anzahl der Jungmusiker repräsentativ zu untermauern und darüber hinaus in die Vorstandsarbeit einzubinden.

1991 übernahm der stellvertretende Vorsitzende Ewald Friedrich offiziell das Amt des 1.Vorsitzenden.

Vorstand 1991:

1. Vorsitzender Ewald Friedrich
2. Vorsitzender Günther Schuler
1. Schriftführer Hans-Peter Weins
2. Schriftführer Jörg Theisen
1. Kassierer Ottmar Schneider
2. Kassierer Ralf Lauxen
Beisitzer aktiv Bernd Krautkremer
Beisitzer inaktiv Kurt Krautkremer
Instrumenten- u. Notenwart Rudi Weins

 

1990 wurde die neue Mehrzweckhalle eingeweiht. Das kam dem Verein sehr gelegen. Er bezog hier seinen neuen Proberaum, nachdem er 25 Jahre lang in mehr oder weniger beengten und bescheidenen Verhältnissen im alten Gemeindesaal, dem heutigen Kindergarten, proben musste. Bis zur Fertigstellung der Halle diente zeitweise auch der Saal im ehemaligen Gasthaus Müller, besser bekannt als „Kreste Saal“, als Übergangslösung und Proberaum.

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